Das Hilfswerk Niederösterreich bietet Kinderbetreuung in rund 70 Einrichtungen in ganz Niederösterreich – von der Kleinkindbetreuung bis hin zur schulischen Nachmittagsbetreuung und Schülertreffs für Schüler*innen in Volks- und Mittelschulen.
Bei der Betreuung – egal in welchem Alter - wird größter Wert auf Qualität gelegt und an dieser immer weitergearbeitet. Mit verschiedenen Formen der Kinderbetreuung wird individuell auf die persönlichen Bedürfnisse der Kinder und Eltern eingegangen.
werden durchschnittlich pro Monat vom Hilfswerk Niederösterreich betreut – in Kinderbetreuungseinrichtungen oder bei Tagesmüttern/Tagesvätern
Kein Kind ist wie das andere, keine Familie ist wie die andere. Deswegen hat das Hilfswerk für individuelle Bedürfnisse auch individuelle Lösungen.
Das Hilfswerk Niederösterreich bietet in seinen Kinderbetreuungseinrichtungen individuelle und regelmäßige Betreuung in der Kleingruppe. Im Mittelpunkt stehen soziales Lernen in vertrauter Gruppe und altersgemäße Förderung: es wird gespielt, gebastelt, gesungen und vorgelesen.
Je 15 Kinder in drei Gruppen gehen täglich im Kindertreff Castellino in Perchtoldsdorf ein und aus. Bereits um 7 Uhr kommen die ersten Kinder. Sie sind zwischen ein und drei Jahren alt. In dieser Zeitspanne lernen die Kinder extrem viel – die Sprache entwickelt sich, soziale Kontakte werden aufgebaut, es gibt erste Konflikte mit Gleichaltrigen. Nach dem Morgenkreis geht es zur gemeinsamen Jause. Eine gewisse Tischkultur wird ganz nebenbei spielerisch erlernt und so gibt es viele kleine helfende Hände, die ihre Teller und Becher selbst wegräumen.
Der weitere Ablauf folgt keinem starren Plan. Bewegungsraum, Spaziergang oder Garten, die Pädagoginnen entscheiden spontan und einfühlsam, was für die 15-köpfige Kindergruppe gerade am besten passt. Das Wichtigste ist, jedes Kind als kleines Individuum zu sehen und in das Gruppengeschehen zu integrieren. Aber nicht nur die Kinder sollen mit einem guten Gefühl ins Kindertreff kommen, auch die Beziehung zu den Eltern soll auf Vertrauen und Offenheit aufbauen.
Die ersten Kinder werden nach dem Mittagessen abgeholt, für die anderen heißt es jetzt Mittagsruhe. 30 Kinder zeitgleich zum Schlafen zu bringen, kann recht herausfordernd sein, aber Erfahrung und Rituale helfen. Wenn alle Kinder wach sind, geht es zur Nachmittagsjause und zum Nachmittagsprogramm. Da wird gespielt, gebastelt, geturnt oder in den Garten gegangen. Gegen 17 Uhr werden die Kinder abgeholt und freuen sich nach einem abwechslungsreichen Programm schon auf den nächsten Tag. Denn das Kindertreff Castellino ist auf jeden Fall ein Platz zum Wohlfühlen.
Weitere Informationen zu unseren Kinderbetreuungsangeboten finden Sie online auf unserer Website. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Familien- und Beratungszentrum in Ihrer Nähe.
Das Hilfswerk Niederösterreich betreibt mehr als 30 schulische Nachmittagsbetreuungen und Schülertreffs. Nach der Schule finden Kinder in der Betreuung in der Gruppe einen Ort zum Spielen, Kreativsein, zum Erledigen der Hausaufgaben und zum gemeinsamen Mittagessen. Schwerpunkt der Einrichtungen liegt dabei auf einer sinnvollen Freizeitgestaltung und dem sozialen Lernen. Eltern, Schule, Pädagoginnen und Pädagogen der Nachmittagsbetreuung arbeiten dabei eng zusammen.
Ein Beispiel: Die schulische Nachmittagsbetreuung in Waidhofen an der Thaya – bei Kindern und Betreuerinnen auch liebevoll „Nachmi“ genannt – findet direkt in der örtlichen Volksschule statt. In den vier Gruppen kann gespielt, geturnt, gebastelt oder gesungen werden. Leiterin Anne Schäfer und ihr vierköpfiges Team kümmern sich von Montag bis Freitag um den abwechslungsreichen Alltag der fast 100 Schulkinder. In gemütlicher Atmosphäre geht es zuerst zum Mittagessen. Die Kinder nutzen das Zusammensein, um von ihren Erlebnissen zu erzählen. Oft war der Schulvormittag lang und die Kinder brauchen etwas Zeit, um Kraft zu sammeln und überschüssige Energien abzubauen. Deshalb geht es vor der Hausübungsstunde in den Turnsaal oder in den Park zum Spielen, Turnen und Austoben. „Uns ist es ein großes Anliegen, dass die ‚Nachmi‘ für die Kinder ein Ort ist, an dem sie spielen, träumen, erzählen und neue Freude finden können. Sie sollen sich geborgen und frei fühlen und ihre Bedürfnisse und Wünsche äußern können“, so Anne Schäfer.
Planung, Förderung, Erinnerung.
Für jedes Kind in einem Hilfswerk-Kindertreff gibt es eine Portfoliomappe. Hier werden Dinge von und mit jedem Kind gesammelt und festgehalten – das können Zeichnungen sein, Fotos von Festen, vom Alltag in der Kinderbetreuung, etc. Die Mappe mit den gesammelten Werken dient aber nicht nur als Erinnerung, sondern auch als Dokumentation – und hilft so bei der pädagogischen Planung.
Wer mehr zu diesem spannenden Thema erfahren möchte, informiert sich im dazu passenden Podcast mit Brigitte Lindner, regionale Leitung Kinderbetreuung Hilfswerk NÖ und Michaela Ecker, Leitung Kindertreff Spielwiese Oed-Oehling.
Das ist die Kinderbetreuung durch Tageseltern. Tagesmütter und Tagesväter betreuen Ihre Kinder zwischen 0 und 16 Jahren in familiärer Umgebung: ganz individuell, altersgerecht und mit hoher pädagogischer Qualität. Besonderer Vorteil für Eltern: Keine andere Betreuungsform ist so flexibel, denn die Betreuungszeiten werden direkt und individuell vereinbart.
Der Betreuungsbeitrag wird pro Stunde direkt mit den Tageseltern individuell vereinbart. Die gesamte Eltern-Förderung wird direkt über das Land Niederösterreich durchgeführt. Hier kann um Förderung angesucht werden.
„Irgendwann war mir klar, dass ich mit Kindern arbeiten möchte. Nach einer zu Coronazeiten gegründeten Lerngruppe, fiel mir eine Information zur Tagesmutter-Ausbildung beim Hilfswerk in die Hände,“ erinnert sich Daniela Stetina.
Sie entschied sich für die Ausbildung an der Hilfswerk Akademie. Gab es Herausforderungen? Zweifel, ob der Schritt der richtige sei? Ja, die gab es. Besonders die Zeit, die für die Kurse benötigt wurde, stellte Daniela vor eine Herausforderung – bis dahin war sie nie länger von ihren Kindern getrennt. Doch dank der Unterstützung ihrer Familie konnte sie den Lehrgang – er dauerte von Februar bis Juni - erfolgreich abschließen.
werden durch fast 200 Tagesmütter und Tagesväter betreut
Egal ob Organisation, Entwicklungspsychologie oder praktische Tipps - das Spektrum der Ausbildungsinhalte ist groß und bereitet auf die Praxis gut vor, da ist sich Daniela Stetina sicher. Vorkenntnisse hatte sie durch die von ihr geleitete Lerngruppe und eigene Kindererziehung. Aber auch, wenn man noch nicht mit Kindern gearbeitet hat, lernt man in der Ausbildung alles was es braucht, um den Alltag mit den Tageskindern gestalten zu können. Der Tag ist abwechslungsreich und passt sich an die Bedürfnisse der Kinder an – und die können bei einer Alterspanne zwischen null und drei Jahren natürlich sehr individuell sein. „Es ist sehr wichtig zu sehen, wo steht das Kind, wo hole ich es ab und wo sind eventuell Defizite vorhanden, die man als Tagesmutter positiv beeinflussen kann.“ Wenn man die Kinder von Anfang an in Aktivitäten mit einbezieht, lässt der nächste Entwicklungsschritt nicht lange auf sich warten. So übernehmen die Tageskinder auch schon mal altersgerechte Handgriffe beim Vorbereiten der Jause oder des Mittagessens.
Für Daniela Stetina liegt der größte Vorteil ihres neuen Berufs klar auf der Hand: „Die perfekte Vereinbarkeit von Familie und Beruf!“ Während die eigenen Kinder in der Schule sind, kann sie ihre Tageskinder betreuen und hat am Nachmittag Zeit für Hausübungen und Freizeitaktivitäten der Familie. Je älter die eigenen Kinder werden, desto eher kann sie sich auch vorstellen, die Betreuungszeiten für ihre Tageskinder zu verlängern – ganz flexibel, wie es für alle Beteiligten am besten passt. Neben dieser Flexibilität sind es vor allem die individuelle und familiäre Betreuung mit hoher pädagogischer Qualität, die die Tageseltern-Betreuung auszeichnen.
Mit einer fundierten Ausbildung im pädagogischen Bereich!
In der Hilfswerk Akademie werden hochwertige Aus-, Fort- und Weiterbildungen im pädagogischen Bereich angeboten. Jahrzehntelange Erfahrung und tiefgreifendes Wissen werden in Form von zertifizierten Kursen und Lehrgängen weitergegeben. Qualität und Praxisnähe werden dabei großgeschrieben.
haben in den letzten 5 Jahren eine Ausbildung im Bereich der Kinderbetreuung in der Hilfswerk-Akademie abgeschlossen
Melden Sie sich jetzt schon für Ihren Lehrgang im Frühjahr an! Wir starten mit:
Die Lehrgänge starten jeweils im Frühling und im Herbst in Mödling, Krems und St. Pölten. Die Grundausbildung ist für alle drei Berufsgruppen gleich, im Aufbaumodul erwerben die Teilnehmer*innen dann je nach Ausbildungsschwerpunkt fundierte fachspezifische Kenntnisse.
Alle drei Ausbildungen beinhalten Pädagogik, Kommunikation, Psychologie, Elternarbeit, rechtliche Grundlagen, Gesundheitsförderung und Erste Hilfe sowie daran anschließende „berufsspezifische Spezialthemen“. Die Inhalte werden von den jeweiligen gesetzlichen Ausbildungsverordnungen bestimmt. Das Team der Referentinnen und Referenten ist ein multiprofessionelles: Pädagoginnen und Pädagogen mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Elementar-, Sozial oder Heil- und Sonderpädagogik sind ebenso vertreten wie Psychologinnen und Psychologen mit entsprechenden Spezialausbildungen. Die Erste Hilfe Referentinnen und Referenten sind Vertreter*innen namhafter Organisationen.
Fort- und Weiterbildungen:
Zusätzlich zu den Ausbildungslehrgängen bietet das Hilfswerk 26 unterschiedliche pädagogische Fortbildungen.
Für Interessierte mit bereits absolvierter pädagogischer Grundausbildung werden folgende Weiterbildungen angeboten:
• Spielgruppenleiter*in
• Legasthenie- und Dyskalkulietrainer*in
Bevor Carina Taferner die Ausbildung zur Tagesmutter in der Hilfswerk Akademie gestartet hat, war sie bereits ehrenamtlich und privat in der Kinderbetreuung tätig. Durch dieses Engagement wurde der Wunsch, auch hauptberuflich mit Kindern zur arbeiten, stärker. Und so entschloss sie sich beim Hilfswerk Niederösterreich die Ausbildung „(Mobile) Tagesmutter/Tagesvater“ zu starten.
An der Ausbildung beim Hilfswerk Niederösterreich schätze ich, neben den professionell vermittelten Inhalten, vor allem den wertschätzenden Umgang der Referenten und Referentinnen mit den Teilnehmerinnen. Im Rahmen der Ausbildung wird auf die individuellen Situationen der angehenden Tagesmütter genau eingegangen.
Die Broschüren können unter service@noe.hilfswerk.at oder der Telefonnummer 05 9249 kostenlos bestellt werden.
Bei uns wissen Eltern ihre Kinder und Jugendlichen in guten Händen.
Das Hilfswerk Niederösterreich hat sich entschlossen, ein Konzept zum Kinderschutz und zum Kindeswohl zu erstellen und in allen relevanten Bereichen zu implementieren. Kinder und Jugendliche haben jederzeit die Möglichkeit online oder telefonisch vertraulich und wenn gewünscht anonym Kontakt mit einer oder einem Kinderschutzbeauftragten aufzunehmen.